Audi SQ9 - was bisher über Audis neues Performance-SUV bekannt ist

Harro Feldmann .

22. Juni 2026

Der Audi SQ9, getarnt mit einem auffälligen Muster, zeigt seine luxuriösen weißen Ledersitze und die sportlichen Felgen.

Ein großer Audi mit drei Sitzreihen und echter Performance-Ausrichtung würde die Marke in ein Segment ziehen, in dem bisher vor allem BMW X7 und Mercedes-AMG GLS den Ton angeben. Genau deshalb ist ein möglicher SQ9 so interessant: Er müsste Platz, Luxus und Autobahn-Tempo in einem Paket vereinen, ohne dabei wie ein bloß aufgeblasener Q7 zu wirken. Ich ordne ein, was bereits bestätigt ist, welche Technik plausibel erscheint, wo die echten Rivalen sitzen und warum das Modell für Käufer in Deutschland eher ein Nischenprodukt, aber kein Randthema wäre.

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick

  • Der Q9 ist offiziell bestätigt, der SQ9 bleibt dagegen ein wahrscheinlicher, aber noch nicht offiziell vorgestellter Performance-Ableger.
  • Der normale Q9 bringt bereits viel mit, darunter bis zu sieben Sitze, elektrische Türen und ein stark auf Komfort ausgelegtes Innenraumkonzept.
  • Am plausibelsten ist ein elektrifizierter V8, weil Leistung und Emissionsvorgaben so besser zusammenpassen als mit einem reinen Verbrenner.
  • Die direkte Konkurrenz heißt BMW X7 und Mercedes-AMG GLS, also große Luxus-SUVs mit klarer Premium- und Performance-Ausrichtung.
  • Deutschland dürfte eher ein Randmarkt bleiben, während Nordamerika, China und der Mittlere Osten für dieses Format wichtiger sind.
  • Preislich landet ein SQ9 sehr wahrscheinlich klar sechsstellig, mit guter Ausstattung eher schnell im Bereich von 130.000 bis 160.000 Euro.

Warum ein Audi SQ9 überhaupt Sinn ergibt

Ich sehe darin weniger ein Massenmodell als ein Halo-Projekt. Audi hat den Q9 inzwischen offiziell bestätigt, also das große Full-Size-SUV oberhalb des Q7. Genau dort entsteht der Platz für einen sportlichen Ableger: Wer bei diesem Format nicht nur Raum, sondern auch Charakter will, erwartet kein reines Komfortauto, sondern ein Prestige-SUV mit deutlicher Leistungsreserve.

Der normale Q9 bringt bereits viel mit, darunter bis zu sieben Sitze und ein auf Ruhe und Reisekomfort getrimmtes Cockpit. Ein SQ9 müsste deshalb nicht über mehr Platz überzeugen, sondern über mehr Intensität. Für mich ist das die eigentliche Logik hinter dem Konzept: Der Q9 zeigt, dass Audi in der Luxusklasse mitspielen will, der SQ9 würde zeigen, dass die Marke dort auch emotional zuspitzen kann.

Der Markt dafür ist da. Große Luxus-SUVs werden nicht trotz ihrer Größe gekauft, sondern wegen ihrer Wirkung. Genau an diesem Punkt setzt ein SQ9 an, denn er wäre kein rationaler Volumenbringer, sondern ein Symbol dafür, dass Audi in der obersten SUV-Liga mitreden will. Die spannende Frage ist allerdings, wie viel Sport in so ein Auto überhaupt glaubwürdig passt.

Ein getarnter Audi SQ9 fährt auf der Straße.

Woran sich ein möglicher Audi SQ9 vom Q9 unterscheiden müsste

Nur andere Schürzen reichen nicht. Wenn Audi das Kürzel SQ ernst nimmt, braucht der Wagen mehr als Optik: eine breitere Spur, straffere Abstimmung, kräftigere Bremsen und eine Kühlung, die auch bei hoher Last sauber funktioniert. Ich würde außerdem mit einer tieferen Front, markanteren Lufteinlässen und vier Endrohren rechnen, weil ein Modell in dieser Liga auch visuell erklären muss, warum es teurer und schneller ist.

Im Innenraum dürfte es weniger um Härte als um Präzision gehen. Sportlich konturierte Sitze, mehr Kontrastmaterialien, ein direkteres Lenkradgefühl und eine bewusst reduzierte Geräuschkulisse wären für mich die sinnvollen Unterschiede. Der Fehler vieler Hersteller liegt genau hier: Sie machen das Auto lauter und aggressiver, aber nicht besser. Bei einem SQ9 müsste das Gegenteil passieren. Er sollte sich unter Last souveräner anfühlen als der Q9, nicht nur lauter.

Das ist auch der Punkt, an dem ich die meisten Renderings skeptisch sehe. Ein echter SQ9 wird nicht über jedes Detail schreien, sondern über Proportionen, Standfestigkeit und eine glaubwürdige technische Basis. Genau deshalb lohnt sich der Blick auf die Antriebe als Nächstes.

Welche Antriebe realistisch wären

Die naheliegendste Basis ist die neue Premium Platform Combustion, kurz PPC. Das ist Audis kommende Verbrenner-Architektur mit längs eingebauten Motoren, also genau die Bauart, die große und schwere SUVs überhaupt erst sinnvoll trägt. Für den normalen Q9 wirken Sechszylinder und Plug-in-Hybrid naheliegend, für einen SQ9 halte ich einen elektrifizierten V8 für die plausibelste Lösung.

Warum? Weil ein reiner Verbrenner in diesem Segment zwar emotional klingt, in der Praxis aber immer schwerer gegen Emissionsvorgaben und Flottenlogik ankommt. Mit Hybridunterstützung kann Audi Drehmoment früh bereitstellen, die Beschleunigung glätten und gleichzeitig die Argumente für internationale Märkte verbessern. Genau das braucht ein Auto dieser Größe. Ohne Elektrifizierung wäre der SQ9 schnell eine technische Sackgasse, mit zu viel Elektrifizierung könnte er aber auch sein typisches Audi-Sportgefühl verlieren. Die Abstimmung muss also sitzen, nicht nur die Spitze der Leistungsangabe.

Über die Leistung kursieren bereits sehr ambitionierte Werte. Einige Berichte sprechen sogar von rund 782 PS und 1.000 Nm. Ich würde diese Zahl nicht als gesetzt lesen, aber sie zeigt die Richtung: Wenn Audi den SQ9 wirklich baut, dann wohl nicht als dekoratives Luxusmodell, sondern als ernsthaften Gegner für die stärksten Varianten von GLS und X7. Für den Alltag ist übrigens nicht die Maximalzahl entscheidend, sondern ob der SUV bei Tempo, Last und Gewicht dauerhaft gelassen bleibt.

Genau an dieser Stelle wird der Vergleich mit den Rivalen interessant.

Wo er sich gegen X7 und GLS einordnen würde

Der spannendste Punkt ist nicht, ob ein SQ9 schnell sein könnte, sondern wo genau er im Markt liegen würde. In dieser Klasse entscheidet nicht nur die Beschleunigung auf 100 km/h, sondern genauso Fahrstabilität, Sitzkomfort in Reihe zwei, Geräuschdämmung und die Frage, ob das Auto auch nach zwei Stunden Autobahn noch entspannt wirkt. Für Deutschland ist das besonders wichtig, weil hier Langstrecke oft wichtiger ist als Show.

Die Gegenspieler bewegen sich schon in der Klasse von rund 5,13 beziehungsweise 5,15 Metern Länge. Das zeigt, wie groß das Spielfeld ist, in das Audi mit einem SQ9 hineinwill. Ich würde das Modell deshalb nicht mit einem klassischen Q7 vergleichen, sondern mit den ganz großen Vertretern der Oberklasse.

Modell Einordnung Worauf es zielt Meine Einschätzung
Q9 Full-Size-Flaggschiff mit Fokus auf Raum und Komfort Bis zu sieben Sitze, ruhiger Luxus, Langstrecke Das Auto für Kunden, die Größe zuerst als Nutzen sehen
Möglicher SQ9 Sportliche Spitze der Baureihe V8 mit Hybrid, strafferes Fahrwerk, mehr Präsenz Das Auto für Kunden, die Leistung und Auftreten kaufen
BMW X7 und Mercedes-AMG GLS 63 Etablierte Benchmark-Rivalen Hohe Leistung, Premium-Image, starke Marktpräsenz Genau an diesen Vorbildern müsste Audi vorbeikommen
RS Q8 Bekannte Audi-Sportreferenz, aber eine Klasse kleiner Performance ohne die Masse eines Full-Size-SUV Der SQ9 wäre kein Ersatz, sondern der größere und repräsentativere Bruder

Außerhalb Deutschlands wären auch Alpina XB7 und Cadillac Escalade-V wichtige Vergleichspunkte, weil sie genau zeigen, wie emotional dieses Segment funktioniert. Der Preis folgt dieser Logik fast automatisch. Ohne offizielle Zahl würde ich für den SQ9 in Deutschland grob mit deutlich über 100.000 Euro rechnen, und zwar schnell mit Luft nach oben. Mit guter Ausstattung, größeren Rädern, Luftfederung, Assistenzpaketen und stärkerem Antrieb landet man aus meiner Sicht eher im Bereich von 130.000 bis 160.000 Euro. Das ist kein Schnäppchen und soll es auch nicht sein. Ein SQ9 wäre ein Statement, kein Vernunftkauf.

Warum Deutschland eher ein Nebenschauplatz bleiben könnte

Für den deutschen Markt ist die Sache komplizierter als für die USA oder China. Große Luxus-SUV sind hier zwar sichtbar, aber nicht automatisch Massenware. Dazu kommen enge Innenstädte, höhere Betriebskosten und ein Käuferkreis, der bei solchen Fahrzeugen sehr bewusst entscheidet. Ein SQ9 wäre deshalb in Deutschland eher ein Sondergast als ein typisches Alltagsauto.

Die stärksten Absatzchancen liegen aus meiner Sicht in Nordamerika, China und den Mittleren Osten. Genau dort sind große Karosserien, starke Motoren und repräsentativer Auftritt besonders gefragt. Wenn das Modell bei uns überhaupt regulär angeboten wird, dann vermutlich in kleinen Stückzahlen und mit hoher Ausstattungstiefe. Für viele Interessenten heißt das ganz praktisch: Wer auf kurze Lieferzeiten, große Auswahl und vernünftige Unterhaltskosten achtet, wird mit einem anderen SUV besser fahren.

Das ist kein Nachteil des Konzepts, sondern ein Hinweis auf seinen Charakter. Der SQ9 wäre wohl kein Auto, das man vernünftig rechnet. Man kauft ihn, weil man genau dieses Format, diese Leistung und diese Seltenheit will.

Welche Signale ich bis zur Premiere im Blick behalten würde

Bis Audi die Karten endgültig auf den Tisch legt, zählen für mich vor allem drei Punkte: Erstens, ob der SQ9-Namensträger wirklich öffentlich genutzt wird oder nur als interne Ableitung kursiert. Zweitens, wie stark die Elektrifizierung ausfällt, denn davon hängt ab, ob das Auto technisch glaubwürdig und marktfähig ist. Drittens, ob Audi Europa nur als Beifang behandelt oder dem Modell tatsächlich eine reale Präsenz in Deutschland gibt.

Am Ende wird der SQ9 nur dann mehr sein als eine weitere Hochleistungs-Studie, wenn Audi drei Dinge zusammenbringt: echte Größe, echte Leistung und echte Alltagstauglichkeit. Gelingt das, entsteht ein ungewöhnlich starkes Flaggschiff, das nicht nur schnell aussieht, sondern im Markt auch eine Lücke schließt. Genau das macht den Reiz dieses Projekts aus.

Häufig gestellte Fragen

Der SQ9 wäre vor allem ein Halo-Modell. Der Q9 ist als Full-Size-SUV mit bis zu sieben Sitzen und starkem Komfortfokus angelegt, der SQ9 würde darüber hinaus mehr Leistung, mehr Präsenz und mehr Emotionalität liefern. Er müsste also nicht mit zusätzlichem Platz überzeugen, sondern mit deutlich mehr Charakter.
Am ehesten passt ein elektrifizierter V8 auf der kommenden PPC-Architektur. Ein reiner Verbrenner würde es wegen Emissionsvorgaben und Flottenlogik schwerer haben, während Hybridunterstützung Drehmoment, Beschleunigung und internationale Vermarktung verbessert. Für den normalen Q9 wirken eher Sechszylinder und Plug-in-Hybride plausibel.
Nur andere Schürzen reichen nicht. Plausibel wären eine breitere Spur, straffere Abstimmung, stärkere Bremsen und eine bessere Kühlung. Optisch würden eine tiefere Front, markante Lufteinlässe und vermutlich vier Endrohre passen; innen eher sportliche Sitze, mehr Kontrastmaterialien und ein direkteres Lenkradgefühl.
Die direkten Rivalen wären BMW X7 und Mercedes-AMG GLS 63. Deutschland dürfte eher ein Nischenmarkt bleiben, weil Größe, Preis und Unterhaltskosten hier stärker ins Gewicht fallen. Preislich wäre ein SQ9 sehr wahrscheinlich deutlich über 100.000 Euro, mit guter Ausstattung eher im Bereich von 130.000 bis 160.000 Euro.
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Autor Harro Feldmann
Harro Feldmann
Mein Name ist Harro Feldmann, und ich bringe 12 Jahre Erfahrung in der Welt der SUVs, Offroad- und Outdoor-Abenteuer mit. Meine Leidenschaft für das Fahren abseits der ausgetretenen Pfade begann schon in meiner Jugend, als ich mit meinem ersten Geländewagen die Natur erkundete. Diese Begeisterung hat mich dazu motiviert, tiefer in die Materie einzutauchen und mein Wissen über die besten Fahrzeuge und die aufregendsten Abenteuer zu teilen. Ich schreibe über verschiedene Aspekte des Offroad-Fahrens, von der Auswahl des richtigen Fahrzeugs bis hin zu Tipps für unvergessliche Outdoor-Erlebnisse. Dabei lege ich großen Wert darauf, Informationen klar und verständlich zu präsentieren. Ich recherchiere gründlich, vergleiche verschiedene Quellen und halte mich über aktuelle Trends auf dem Laufenden, um meinen Lesern nützliche und präzise Inhalte zu bieten. Mein Ziel ist es, komplexe Themen zu vereinfachen und die Faszination für das Abenteuer in der Natur zu vermitteln.
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