Die wichtigsten Punkte zum Benziner im Evoque
- Der aktuelle Benziner heißt P160, leistet 160 PS und fährt mit Frontantrieb und Automatik.
- Der WLTP-Verbrauch liegt bei 8,1 l/100 km, die CO2-Klasse bei G.
- Von 0 auf 100 km/h braucht der Evoque-Benziner 10,3 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 213 km/h.
- In Deutschland startet er laut aktueller Preisliste bei 50.500 Euro in der Linie S und bei 58.500 Euro als Dynamic SE.
- Praktisch bleiben 472 Liter Kofferraum und bis zu 1.600 kg Anhängelast.
- Wer Allrad, mehr Zugkraft oder sehr niedrige Normverbräuche will, sollte Diesel oder Plug-in-Hybrid direkt mitdenken.
Der aktuelle Benziner ist ein klarer P160
Unter den aktuellen Evoque-Antrieben ist der Benziner erstaunlich eindeutig positioniert. Er heißt P160, arbeitet mit 1,5 Litern Hubraum, drei Zylindern und Mild-Hybrid-System, leistet 118 kW beziehungsweise 160 PS und treibt die Vorderräder über eine Automatik an. Ich halte das für eine bewusste Entscheidung: weniger Komplexität als beim Plug-in, ein niedrigerer Einstiegspreis als beim PHEV und trotzdem genug Leistung für den typischen Mix aus Stadt, Landstraße und Autobahn.
| Merkmal | Range-Rover-Evoque-Benziner P160 |
|---|---|
| Motor | 1,5 Liter, 3 Zylinder, Turbo, Mild-Hybrid |
| Leistung | 118 kW (160 PS) |
| Antrieb | Frontantrieb |
| Getriebe | Automatik |
| Beschleunigung | 0–100 km/h in 10,3 Sekunden |
| Höchstgeschwindigkeit | 213 km/h |
| Verbrauch nach WLTP | 8,1 l/100 km |
| CO2-Klasse | G |
| Abmessungen und Nutzwert | 4.371 mm Länge, 472 Liter Kofferraum, bis zu 1.600 kg Anhängelast |
Wichtig ist dabei der Begriff Mild-Hybrid: Das System holt beim Bremsen Energie zurück und unterstützt den Antrieb im Alltag, fährt aber nicht rein elektrisch. Wer also einen echten Teilzeit-Stromer sucht, landet eher beim P270e. Wer einfach einen Benziner mit etwas technischer Entlastung will, ist beim P160 richtig. Genau diese Klarheit macht den Evoque in der aktuellen Modellstruktur so leicht einzuordnen.
So fährt sich der Evoque-Benziner im Alltag und auf Reisen
Der Evoque bleibt trotz Premium-Auftritt ein kompakter SUV: 4,371 Meter Länge, 2,681 Meter Radstand und ein Wendekreis von 11,9 Metern machen ihn handlicher, als sein Design vermuten lässt. Für mich ist das einer der größten Pluspunkte des Benziners, weil er nicht mit brachialem Vorwärtsdrang überzeugen will, sondern mit einem ruhigen, gut dosierbaren Charakter.
- In der Stadt spielt der P160 seine Stärken aus. Das Mild-Hybrid-System nimmt dem Anfahren etwas Härte, und Frontantrieb reicht auf normalen Straßen vollkommen aus.
- Auf der Landstraße wirkt der Motor nicht sportlich aggressiv, aber ausreichend souverän. Man merkt ihm an, dass er eher auf gelassenes Fahren als auf Punch ausgelegt ist.
- Auf der Autobahn sind 213 km/h Spitze ordentlich, aber der Evoque-Benziner bleibt ein komfortabler Kompakt-SUV und kein Langstrecken-GT im eigentlichen Sinn.
- Für Gepäck und Urlaub sind 472 Liter Kofferraum im Normalzustand und bis zu 1.156 Liter bei umgelegter Rückbank ein brauchbarer Wert.
- Für Outdoor-Einsätze helfen 212 Millimeter Bodenfreiheit, 25 Grad Böschungswinkel vorn und 75 Kilogramm Dachlast, wenn Dachbox, Fahrradträger oder leichtes Tourengepäck mit sollen.
- Die Grenze des Konzepts liegt dort, wo viel Traktion gefragt ist: tiefer Schnee, nasse Wiesen oder regelmäßiges Ziehen schwerer Anhänger sind mit Allrad entspannter erledigt.
Wer den Evoque nicht nur als Stadt-SUV sieht, sondern auch als Begleiter für Wochenenden, Hütte und Reisegepäck, bekommt hier ein stimmiges Paket. Genau deshalb lohnt sich jetzt der Blick auf die Ausstattungslogik, denn beim Evoque entscheidet nicht nur der Motor, sondern auch die Linie, in der er verfügbar ist.

Ausstattung und bestellbare Linien in Deutschland
In der deutschen Modellpalette ist der Benziner ziemlich klar eingegrenzt. Der P160 ist aktuell in den Linien S und Dynamic SE konfigurierbar, während die Oberklasse-Variante Autobiography dem Diesel und dem Plug-in-Hybrid vorbehalten bleibt. Das ist aus meiner Sicht plausibel: Der Benziner ist hier der Einstieg in die Evoque-Welt, nicht die Prestige-Variante mit maximaler Motorleistung.
| Ausstattungslinie | Benziner verfügbar | Preis inkl. 19 % MwSt. | Einordnung |
|---|---|---|---|
| S | Ja, P160 FWD | ab 50.500 Euro | Der günstigste Einstieg, technisch schon gut ausgestattet. |
| Dynamic SE | Ja, P160 FWD | ab 58.500 Euro | Die stimmigere Wahl, wenn Optik und Komfort wichtiger sind. |
| Autobiography | Nein | nicht mit dem P160 | Im aktuellen deutschen Programm nur für Diesel und PHEV. |
Ein Punkt, den viele beim Konfigurieren unterschätzen: Die Basislinie S ist nicht karg. Schon hier gibt es wichtige Assistenz- und Fahrfunktionen wie Bergabfahrhilfe, Berganfahrhilfe, Anhängerstabilitätshilfe und ein solides Sicherheitsfundament. Wer aber mehr Komfort im Alltag will, sollte die Pakete bewusst prüfen.
- Technologie-Paket: sinnvoll, wenn 3D-Surround-Kamera, Head-up-Display und ClearSight Smart View für dich echten Mehrwert haben.
- Komfort-Paket 2: interessant für alle, die Klima, Ambientebeleuchtung und Luftreinigung im täglichen Betrieb spürbar finden.
- Winter-Paket: für Deutschland oft das Paket, das man im Nachhinein am meisten schätzt, weil beheizte Frontscheibe, Lenkrad und Rücksitze im Alltag wirklich helfen.
Wichtig ist nur, dass sich nicht alle Pakete beliebig kombinieren lassen und Inhalte sich teilweise überschneiden. Genau an diesem Punkt trennt sich ein guter Kauf von einer schnell zusammengestellten Konfiguration: Nicht möglichst viel auswählen, sondern die Ausstattung auf den eigenen Gebrauch zuschneiden. Und damit ist der nächste logische Schritt die nüchterne Kostenfrage.
Verbrauch, Unterhalt und die Punkte, die ich nüchtern bewerte
Der offizielle WLTP-Wert von 8,1 l/100 km klingt für einen kompakten Premium-SUV noch vertretbar, ist aber kein sparsamer Kleinwagenwert. In der Praxis hängt der tatsächliche Verbrauch deutlich stärker von Strecke, Tempo, Temperatur und Beladung ab, als viele Käufer anfangs annehmen. Wer viel Autobahn fährt oder häufig mit Dachbox unterwegs ist, sollte eher konservativ kalkulieren.
Aus meiner Sicht gibt es beim Benziner vor allem vier Kosten- und Nutzungsfragen:
- Kraftstoffkosten: Der P160 ist nicht der effizienteste Evoque-Antrieb. Er fährt sich unkompliziert, verlangt im Gegenzug aber spürbar mehr Benzin als die Diesel.
- Steuer und Einstufung: Mit rund 184 g/km CO2 und der Klasse G ist der Benziner kein Sparmodell bei den laufenden Abgaben.
- Anhängelast: 1.600 kg gebremst reichen für kleinere Anhänger, aber nicht für jedes Caravan-Szenario.
- Traction: Der Frontantrieb ist für die meisten Alltagswege völlig okay, ersetzt aber keinen Allrad, wenn es im Winter oder auf losem Untergrund ernst wird.
Verglichen mit dem PHEV wirkt der Einstiegspreis attraktiv. Der Benziner startet in S bei 50.500 Euro, der Plug-in-Hybrid bei 61.400 Euro. Das sind gut 10.900 Euro Unterschied, bevor überhaupt über Ladekabel, Wallbox oder Fahrprofil gesprochen ist. Genau deshalb sollte man den Evoque-Benziner nicht nur nach dem Prospektverbrauch beurteilen, sondern nach der Frage: Wie fahre ich wirklich, und will ich überhaupt laden?
Benziner, Diesel oder Plug-in im direkten Vergleich
Wenn ich den Evoque rational bewerte, dann nie isoliert. Der Benziner ist die einfache Lösung, aber nicht automatisch die beste. Für viele Käufer entscheidet am Ende nicht der stärkste Motor, sondern die Kombination aus Antrieb, Preis und Alltagstauglichkeit.
| Variante | Leistung | Antrieb | Verbrauch | Preis ab | Wofür ich sie wählen würde |
|---|---|---|---|---|---|
| P160 FWD | 118 kW (160 PS) | Frontantrieb | 8,1 l/100 km | 50.500 Euro | Wenn du keinen Ladezwang willst und den günstigsten Evoque-Benziner suchst. |
| D165 AWD | 120 kW (163 PS) | Allrad | 6,6 l/100 km | 54.700 Euro | Wenn du häufig lange Strecken fährst und mehr Traktion willst. |
| D200 AWD | 150 kW (204 PS) | Allrad | 6,9 l/100 km | 57.800 Euro | Wenn du den stärkeren, souveräneren Evoque mit Anhänger- und Reisetauglichkeit suchst. |
| P270e AWD | 198 kW (269 PS) | Allrad | 1,4 l/100 km und 13,4 kWh/100 km gewichtet kombiniert, bis zu 67 km elektrisch | 61.400 Euro | Wenn du zuhause oder am Arbeitsplatz regelmäßig laden kannst. |
Beim PHEV ist allerdings der Haken wichtig: Der Verbrauch von 1,4 l/100 km gilt nur im gewichtet kombinierten WLTP-Zyklus mit voller Batterie. Fährt man ihn ohne konsequentes Laden, kippt die Rechnung schnell in eine ganz andere Richtung. Deshalb sehe ich den P270e nicht als pauschal bessere Version, sondern als bessere Version für ein passendes Ladeprofil. Der Diesel bleibt wiederum die vernünftigere Wahl, wenn viel Autobahn, Anhänger oder häufiger Wintereinsatz zusammenkommen.
Die drei Fragen, die ich vor der Bestellung noch kläre
Wenn ich einen Evoque-Benziner konkret empfehlen soll, dann nicht pauschal, sondern entlang von drei sehr einfachen Fragen. Erstens: Fahre ich überwiegend Stadt und Umland oder oft lang und schnell? Zweitens: Brauche ich Allrad, weil ich in Regionen mit Schnee, steilen Zufahrten oder losem Untergrund unterwegs bin? Drittens: Will ich eher den günstigeren Einstieg oder ein möglichst umfassendes Technikpaket?
- Frage 1: Wenn du nicht laden willst und dein Fahrprofil gemischt ist, ist der P160 die logischste Benzinerlösung.
- Frage 2: Wenn du regelmäßig Anhänger ziehst oder viel Autobahn fährst, prüfe den Diesel zuerst.
- Frage 3: Wenn du zuhause laden kannst und Kurzstrecken dominiert, kann der P270e am Ende die schlauere Gesamtentscheidung sein.
Ich würde den Benziner deshalb nicht als Kompromiss sehen, sondern als bewusst einfache Evoque-Variante für Menschen, die Design, kompakte Maße und einen klaren Kauf ohne Ladeinfrastruktur wollen. Genau dort spielt er seine Stärke aus. Wer diese Stärken mit den eigenen Strecken abgleicht, landet sehr schnell bei einer sauberen Entscheidung statt bei einer teuren Bauchlösung.