Der Mazda CX-60 ist kein gewöhnlicher Mittelklasse-SUV, sondern ein bewusst auf Reisen, Komfort und Zugkraft ausgelegtes Auto mit Premium-Ambitionen. Entscheidend ist deshalb nicht nur, wie er aussieht, sondern wie er sich fährt, was die Antriebe im Alltag kosten und welche Version zum eigenen Profil passt. Genau darauf gehe ich hier ein: vom Fahrgefühl über Verbrauch und Platz bis zur Frage, ob Plug-in-Hybrid oder Diesel die bessere Wahl ist.
Die wichtigsten Punkte vor der Entscheidung
- Der CX-60 ist mit 4,745 Metern Länge und 2.870 Millimetern Radstand deutlich auf Langstrecke und Raumgefühl ausgelegt.
- Aktuell stehen in Deutschland drei Antriebe im Fokus: Plug-in-Hybrid mit 327 PS, Diesel D200 mit 200 PS und Diesel D254 mit 254 PS.
- Die Preise beginnen bei 50.950 Euro für den PHEV und bei 52.150 Euro für den D200, jeweils zuzüglich Überführungskosten.
- Der Kofferraum fasst 570 Liter und wächst bei umgelegter Rückbank auf bis zu 1.726 Liter.
- Die gebremste Anhängelast liegt bei 2.500 Kilogramm, die Stützlast bei 100 Kilogramm.
- Für die Kaufentscheidung sind Ladeprofil, Autobahnanteil und Anhängerbetrieb wichtiger als die reine PS-Zahl.
Warum der CX-60 im Test sofort heraussticht
Der CX-60 fährt in einer Liga, in der Mazda bewusst erwachsener auftritt als beim CX-5. Mit 4,745 Metern Länge, 1,890 Metern Breite und einem Radstand von 2.870 Millimetern hat er genau die Proportionen, die man von einem entspannten Reisewagen erwartet: lang, ruhig, satt auf der Straße.
Das spürt man nicht nur außen. Innen setzt Mazda weiter auf eine klare, fahrerorientierte Bedienung mit Dreh-Drück-Steller, sauber gezeichneten Anzeigen und klassischen Tasten für die Klimabedienung. Ich halte das für einen echten Vorteil, weil der CX-60 dadurch nicht versucht, mit überfrachteten Touchmenüs Eindruck zu schinden, sondern im Alltag angenehm logisch bleibt.
Genau daraus ergibt sich seine Rolle: nicht das urbane Mode-SUV, sondern ein komfortorientierter Begleiter für Pendler, Familien und alle, die regelmäßig Strecke machen. Wer einen kompakten Stadt-SUV sucht, ist hier falsch. Wer ein großes, souveränes Auto für viele Kilometer will, sollte jetzt genauer hinschauen. Und genau deshalb lohnt sich der Blick auf Fahrverhalten und Komfort besonders.
Wie er fährt und warum die Abstimmung nicht jedem sofort gefällt
Im Alltag wirkt der CX-60 angenehm straff, aber nicht unbeherrscht. Die Lenkung ist ausreichend direkt, die Karosserie bleibt ordentlich unter Kontrolle, und genau das passt zu einem SUV dieser Größe. Auf guten Straßen fährt er sich ruhig und gelassen, auf schlechten Querfugen oder scharfen Kanten merkt man aber, dass Mazda ihn nicht weichgespült hat.
Für mich ist das der wichtigste Punkt im Test: Der CX-60 will kein schwebender Sänften-SUV sein. Er gibt der Straße spürbar Rückmeldung, und wer vor allem in der Stadt oder auf schlecht ausgebauten Landstraßen unterwegs ist, sollte genau darauf achten. Die aktuelle Abstimmung ist gelassener als bei den ersten Versionen, trotzdem bleibt es ein Auto, das man auf der eigenen Alltagsstrecke fahren sollte, bevor man unterschreibt.
- Gut: stabiler Geradeauslauf, souveränes Reisen, klare Rückmeldung der Vorderachse.
- Weniger gut: harte Kanten und kurze Bodenwellen kommen nicht ganz so entspannt durch wie bei den weichsten Konkurrenten.
- Wichtig: Nicht nur die schnelle Probefahrt auf glattem Asphalt machen, sondern auch Tempo-30-Zonen, Kopfsteinpflaster und enge Parkmanöver testen.
Wer den Charakter richtig einordnet, trifft bei der Motorwahl später eine deutlich bessere Entscheidung.
Welche Motorisierung ich beim CX-60 wählen würde
Aktuell stehen in Deutschland drei Antriebe im Mittelpunkt: der Plug-in-Hybrid, der Diesel D200 mit Heckantrieb und der stärkere Diesel D254 mit Allrad. Auf dem Papier geht es um 327, 200 und 254 PS, in der Praxis entscheidet aber viel stärker der Einsatzbereich.
| Version | Leistung und Antrieb | WLTP-Werte | Mein Urteil |
|---|---|---|---|
| PHEV | 327 PS, Allrad, 8-Gang-Automatik | 3,8 l/100 km + 14,4 kWh/100 km, 5,8 s auf 100 km/h | Stark, wenn du regelmäßig laden kannst und viele Kurz- oder Mischstrecken fährst. |
| D200 | 200 PS, Heckantrieb, 8-Gang-Automatik | 5,1 l/100 km, 8,4 s auf 100 km/h | Die nüchternste und für viele die vernünftigste Lösung für Vielfahrer. |
| D254 | 254 PS, Allrad, 8-Gang-Automatik | 5,2 bis 5,4 l/100 km, 7,4 s auf 100 km/h | Die richtige Wahl, wenn Anhänger, Berge, volle Beladung oder mehr Reserven wichtig sind. |
Der Plug-in-Hybrid ist dann stark, wenn er auch als Plug-in genutzt wird. Mazda nennt 63 Kilometer elektrische Reichweite nach WLTP. Im Alltag kann das für viele Pendelwege reichen, aber ich würde ihn nur kaufen, wenn regelmäßig geladen wird. Sonst kippt der Vorteil schnell ins Gegenteil, weil das Auto schwer ist und der Verbrauch mit leerer Batterie spürbar steigt.
Der D200 ist mein Favorit für lange Strecken ohne Ladeinfrastruktur. Er wirkt ruhiger kalkulierbar, ist günstiger im Einstieg und passt besser zu Fahrern, die viele Kilometer machen, aber nicht jeden Abend an die Steckdose wollen. Der D254 wiederum ist die logischere Wahl, wenn das Auto oft beladen ist, regelmäßig einen Anhänger zieht oder du im Winter und auf Reisen mehr Traktion willst. Für mich ist das der stärkste Alltagsdiesel im Programm.
Wer den CX-60 also nicht nur schön finden, sondern sinnvoll nutzen will, sollte zuerst das eigene Fahrprofil prüfen und erst dann die Leistung anschauen. Danach wird auch der Blick auf Platz und Nutzwert deutlich klarer.

Wie viel Platz und Nutzwert er im Alltag bietet
Der CX-60 ist groß genug, um wirklich praktisch zu sein, und nicht nur äußerlich beeindruckend zu wirken. Der Kofferraum fasst 570 Liter, bei umgelegter Rückbank bis zu 1.726 Liter. Das reicht für Urlaubsgepäck, Outdoor-Ausrüstung oder einen größeren Familieneinsatz problemlos aus.
Wichtig ist aber auch, was das Auto nicht bietet: eine verschiebbare Rückbank gibt es nicht. Dafür ist die Rücklehne 40:20:40 teilbar und lässt sich auch vom Gepäckraum aus umklappen. Für mich ist das die richtige Mischung, weil der CX-60 damit im Alltag flexibel bleibt, ohne in einer Kompromissarchitektur zu enden.
| Maß | Wert | Was das bedeutet |
|---|---|---|
| Länge | 4.745 mm | Spürbar groß, also eher Reise- als Stadtauto. |
| Breite | 1.890 mm | Innen angenehm luftig, außen auf engen Straßen deutlich präsent. |
| Spiegelbreite | 2.134 mm | In schmalen Garagen und Parklücken sollte man sorgfältig planen. |
| Radstand | 2.870 mm | Hilft dem Raumgefühl im Fond und dem ruhigen Geradeauslauf. |
| Anhängelast gebremst | 2.500 kg | Sehr stark für Wohnwagen, Pferdeanhänger oder schwere Trailer. |
| Stützlast | 100 kg | Genug Reserve für Fahrradträger oder schwere Deichsellasten. |
Gerade für die Zielgruppe dieser Seite ist das interessant: Der CX-60 passt nicht nur auf die Autobahn, sondern auch in das Leben mit Dachbox, Fahrradträger oder Anhänger. Genau an diesem Punkt wird aus einem schicken SUV ein wirklich brauchbares Werkzeug. Und genau deshalb spielt auch die Ausstattung eine größere Rolle als bei vielen anderen Modellen.
Welche Ausstattung das Geld wert ist
Der CX-60 startet in Deutschland aktuell bei 50.950 Euro für den Plug-in-Hybrid Prime-Line und bei 52.150 Euro für den Diesel D200. Der stärkere D254 beginnt bei 57.250 Euro. Nach oben geht es schnell: Homura, Takumi, Homura Plus und Takumi Plus liegen je nach Antrieb bei bis zu 67.600 Euro, also in einem Bereich, in dem man genau wissen sollte, wofür man bezahlt.
| Antrieb | Preis ab | Preis bis | Einordnung |
|---|---|---|---|
| PHEV | 50.950 Euro | 64.150 Euro | Am attraktivsten, wenn du Ladeoptionen hast und viel Ausstattung willst. |
| D200 | 52.150 Euro | 60.650 Euro | Preislich vernünftig und für Langstrecke sehr überzeugend. |
| D254 | 57.250 Euro | 67.600 Euro | Die teuerste, aber auch die belastbarste Dieselvariante. |
Für mich ist die Exclusive-Line oft der vernünftigste Einstieg, weil sie schon viel mitbringt und preislich noch nicht in den oberen Bereich kippt. Wer es hochwertiger mag, sollte sich Homura oder Takumi ansehen, aber nicht nur wegen der Optik. Die Topversionen wirken stimmig, wenn man die bessere Ausstattung wirklich nutzt und nicht nur auf dem Papier bezahlt.
- Driver Assistance-Paket: 1.600 Euro
- Convenience- & Sound-Paket für den PHEV: 2.800 Euro
- Convenience- & Sound-Paket für den Diesel: 2.550 Euro
- Panorama-Glasschiebedach: 1.500 Euro
- Metallic-Lackierungen: 850 bis 1.200 Euro
Spannend ist auch die Absicherung: Mazda gibt 6 Jahre Garantie bis 150.000 Kilometer und 8 Jahre Garantie auf die Hochvoltbatterie bis 160.000 Kilometer. Das ist kein Nebenschauplatz, sondern bei einem SUV dieser Preislage ein echter Pluspunkt. Wer trotzdem noch unsicher ist, sollte im letzten Schritt genau die Punkte prüfen, an denen der CX-60 im Alltag gewinnt oder verliert.
Worauf ich vor dem Kauf noch genau hinschauen würde
Wenn ich den CX-60 für mich konfigurieren müsste, würde ich drei Dinge zuerst klären: Ladeprofil, Streckenprofil und Nutzlast. Nur wenn diese drei Punkte zusammenpassen, holt das Auto seine Stärken wirklich aus. Der PHEV ist stark mit Steckdose, der D200 stark als Langstreckenlösung, der D254 stark mit Last und Anhänger.
- Prüfpunkt 1: Die Probefahrt auf schlechten Straßen machen, nicht nur auf glattem Asphalt.
- Prüfpunkt 2: Einparken und Rangieren in engen Zufahrten testen, weil die Spiegelbreite im Alltag zählt.
- Prüfpunkt 3: Falls du oft ziehst, die Anhängelast und die Beladung realistisch gegenrechnen.
- Prüfpunkt 4: Beim PHEV ehrlich prüfen, ob tägliches Laden wirklich zur Routine wird.
- Prüfpunkt 5: Die Ausstattung nicht überladen, wenn du den Preis mit Vernunft im Griff behalten willst.
Mein Fazit ist klar: Der CX-60 ist kein Auto für jeden, aber ein sehr gutes Auto für die richtigen Fahrer. Wer Komfort, Platz, Anhängelast und eine etwas edlere Ausstrahlung sucht, findet hier ein überzeugendes Gesamtpaket. Wer dagegen vor allem einen weichen Stadt-SUV für kurze Wege will, sollte sich lieber bei kleineren Modellen umsehen.