Ford Puma im Test - stark im Alltag, straff beim Komfort

Harro Feldmann .

22. Juni 2026

Mann steht neben weißem Ford Puma für einen Test.
Im aktuellen Ford Puma Test zeigt sich schnell, warum dieses kleine SUV so oft in der Kaufberatung landet: Es fährt erfreulich direkt, nutzt seinen Platz clever und bleibt im Alltag einfacher als viele optisch ähnliche Konkurrenten. Gleichzeitig ist der Puma kein weichgespülter Komfort-Crossover, sondern ein Auto mit klarer Kante, das man mögen muss. Dieser Artikel ordnet die Stärken und Schwächen für Deutschland ein, erklärt die wichtigsten Antriebe, zeigt die Preisstufen und hilft bei der Frage, welche Version sich 2026 wirklich lohnt.

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick

  • Der Puma fährt besser, als seine Größe vermuten lässt, bleibt aber straff und nicht besonders komfortbetont.
  • Im ADAC-Test steht eine gute Gesamtnote von 2,4 auf dem Papier, mit Stärken bei Lenkung, Bedienung und Antrieb.
  • Der Kofferraum ist clever gelöst: offiziell 456 Liter, im Alltag aber je nach Messung deutlich anders nutzbar.
  • Die sinnvollste Verbrenner-Version ist meist der 125-PS- oder 155-PS-Mildhybrid, je nachdem ob du Schalter oder Automatik willst.
  • Der Puma Gen-E ist die elektrische Alternative mit 386 bis 417 km Reichweite und 36.900 Euro Einstiegspreis.
  • Für Komfortfans gibt es bequemere Alternativen, für Fahrer, die Spaß am Lenken mögen, bleibt der Puma sehr stark.

Was der aktuelle Test über den Puma wirklich zeigt

Der Kern des Tests ist simpel: Der Puma ist kein aufgeblasenes Lifestyle-SUV, sondern ein sehr fahraktiver B-SUV mit vernünftigem Nutzwert. Im ADAC-Test bekommt er eine Gesamtnote von 2,4, und genau das spürt man auch im Alltag. Mir gefällt besonders, dass Ford den Wagen nicht auf Komfort weichzeichnet, sondern auf ein direktes, leichtfüßiges Fahrgefühl auslegt.

Zu den klaren Pluspunkten zählen die direkte Lenkung, die einfache Bedienung und der kräftige 1.0 EcoBoost Hybrid. Weniger überzeugend sind dagegen die etwas rauere Laufkultur bei niedrigen Drehzahlen und die Sitze mit eher wenig Seitenhalt. Das ist kein Drama, aber es entscheidet darüber, ob der Puma für dich sympathisch oder anstrengend wirkt. Wer ein ruhiges, entspanntes Rollgefühl erwartet, wird ihn anders bewerten als jemand, der gern selbst fährt. Damit ist die Richtung klar, und als Nächstes lohnt sich der Blick auf das, was im Alltag am meisten zählt: Platz und Ladbarkeit.

Der offene Kofferraum des Ford Puma zeigt einen tiefen Ladeboden mit praktischem Fach. Ein idealer Begleiter für den nächsten Ausflug.

Platz, Kofferraum und Alltag mit Gepäck

Beim Puma steckt die eigentliche Überraschung im Heck. Ford nennt für den Kofferraum 456 Liter; je nach Messmethode und Nutzung des Doppelbodens sieht die alltagstaugliche Zahl aber anders aus. In der ADAC-Messung bleiben ohne doppelten Boden 280 Liter übrig, mit maximal ausgenutztem Raum hinter den Vordersitzen sind bis zu 1.110 Liter möglich. Andere Hersteller messen wiederum großzügiger, weshalb in Prospekten auch bis zu 1.216 Liter auftauchen. Für die Kaufentscheidung ist deshalb nicht die Werkszahl wichtig, sondern die Frage: Wie flexibel ist das Auto wirklich?

Praxiswert Was er bedeutet Warum das wichtig ist
456 Liter Offizielle Kofferraumangabe Gut auf dem Papier, aber nicht die ganze Wahrheit
280 Liter ADAC-Messung ohne doppelten Boden Zeigt, was du im Alltag realistisch zuerst nutzt
1.110 bis 1.216 Liter Mit umgeklappter Rückbank Reicht für Gepäck, Sportzeug oder Wochenendtouren locker aus
Megabox mit 80 Litern Zusätzlicher, auswaschbarer Stauraum Sehr praktisch für nasse Wanderschuhe, Hundezeug oder Outdoor-Gepäck
Genau diese Megabox ist einer der Gründe, warum ich den Puma für Outdoor- und Freizeitnutzer ernst nehme. Sie ist nicht nur ein Marketing-Gag, sondern ein echter Nutzenvorteil, wenn nach dem Wandern etwas Schmutziges oder Nasses mitfahren soll. Dass die Rückbank nicht verschiebbar ist, stört mich weniger als bei manchen Rivalen, weil Ford die Fläche dafür cleverer gelöst hat. Wenn du jetzt wissen willst, welcher Antrieb dazu passt, kommt die Kaufentscheidung an den Punkt, an dem sich die Baureihe wirklich trennt.

Antrieb und Varianten welche Version sich lohnt

Für Deutschland ist die Palette 2026 erfreulich klar. Es gibt den Mildhybrid mit 125, 155 und 160 PS sowie den vollelektrischen Puma Gen-E mit 168 PS. Die 125-PS-Version ist die vernünftigste Einstiegslösung, die 155-PS-Automatik ist für viele der angenehmste Kompromiss, und der ST richtet sich an Fahrer, die Fahrspaß über alles stellen. Der Gen-E ist wiederum dann interessant, wenn du regelmäßig laden kannst und bewusst elektrisch kaufen willst.

Variante Preis ab Technik Mein Kurzurteil
Titanium 125 PS 27.900 Euro 6-Gang-Schaltgetriebe, 5,3 bis 6,0 l/100 km WLTP Der logischste Einstieg, wenn du günstig und unkompliziert kaufen willst
Titanium 125 PS Automatik 30.250 Euro 7-Gang-PowerShift, 5,6 bis 6,3 l/100 km WLTP Gut für Stadt und Stop-and-go, aber etwas teurer als der Schalter
Titanium 155 PS 31.750 Euro 7-Gang-PowerShift, 5,6 bis 6,3 l/100 km WLTP Mein Favorit für entspanntes Fahren, weil der Aufpreis noch nachvollziehbar bleibt
ST-Line X 155 PS 36.150 Euro 7-Gang-PowerShift, 5,7 bis 6,3 l/100 km WLTP Für alle, die bessere Optik und mehr Ausstattung wollen
ST 160 PS 41.300 Euro 7-Gang-PowerShift, 5,9 bis 6,5 l/100 km WLTP Spannend für Fahrfreude, aber preislich schon deutlich darüber
Puma Gen-E 36.900 Euro 168 PS, 386 bis 417 km Reichweite, 13,0 bis 14,6 kWh/100 km Sehr interessant, wenn du zu Hause oder am Arbeitsplatz laden kannst

Die nackten Zahlen zeigen schon, wie die Entscheidung läuft: Der 125-PS-Puma ist der clevere Preis-Tipp, der 155-PS-Motor wirkt souveräner, und der Gen-E ist preislich nicht absurd, aber nur dann richtig sinnvoll, wenn die Ladeinfrastruktur in deinem Alltag passt. Für Anhängerbetrieb ist der Verbrenner ohnehin die entspanntere Wahl, denn dort liegt die gebremste Anhängelast bei bis zu 1.100 Kilogramm, während der Gen-E bei 750 Kilogramm endet. Genau deshalb sollte man den Antrieb nicht nach Bauchgefühl, sondern nach Nutzungsprofil wählen. Auf der Straße merkt man dann sehr schnell, welcher Charakter hinter den Zahlen steckt.

So fährt sich der Puma auf Landstraße und Autobahn

Der Puma macht am meisten Spaß, wenn die Straße nicht schnurgerade verläuft. Die Lenkung arbeitet präzise, das Auto reagiert willig und fühlt sich auf kurvigen Landstraßen erstaunlich erwachsen an. In der 125-PS-Version reicht die Leistung im Alltag völlig aus: 0 auf 100 km/h in 9,8 Sekunden und 191 km/h Spitze sind mehr als genug für ein Auto dieser Klasse. Der 155-PS-Motor legt mit 8,7 Sekunden und 200 km/h noch spürbar nach, der ST mit 7,4 Sekunden und 210 km/h ist klar das Spaßmodell.

Wichtig ist aber auch die Kehrseite. Unter rund 1.800 U/min klingt der Dreizylinder etwas angestrengt, darüber wird er ruhiger. Das ist kein Defekt, sondern typisch für diesen Motorcharakter. Wer viel im unteren Drehzahlbereich fährt und maximale Gelassenheit erwartet, wird eher zum weicheren Wettbewerber greifen. Ich sehe den Puma deshalb nicht als Komfort-SUV, sondern als Auto für Leute, die ein kompaktes Format wollen, ohne auf echtes Fahrgefühl zu verzichten. Nach diesem Fahreindruck ist die Preisfrage fast logischerweise der nächste Schritt.

Preise, Ausstattung und der beste Kaufzeitpunkt

In der aktuellen deutschen Preislage startet der Puma bei 27.900 Euro und bleibt damit noch unter vielen gut ausgestatteten Konkurrenten. Gleichzeitig kann man die Ausstattung schnell nach oben treiben: ST-Line, ST-Line X, BlueCruise Edition und ST setzen optisch und technisch jeweils andere Schwerpunkte. Ich würde den Preis nicht isoliert betrachten, sondern immer zusammen mit dem Einsatzzweck. Wer hauptsächlich vernünftig einkaufen will, braucht nicht automatisch die teuerste Version. Wer den Puma als Alltagsauto mit gelegentlicher Langstrecke fährt, profitiert oft stärker von einem guten Mittelweg als von möglichst viel Show.

Für mich ergibt sich daraus eine einfache Kaufregel:

  • Titanium 125 PS, wenn du einen fairen Einstieg ohne Schnickschnack suchst.
  • 155 PS mit Automatik, wenn du entspannter unterwegs sein willst und Stop-and-go kennst.
  • ST-Line X, wenn du Technik und Optik höher gewichtest.
  • Gen-E, wenn Laden für dich keine Hürde ist und du elektrisch fahren willst.
  • ST, wenn dir Fahrdynamik wichtiger ist als der letzte Euro beim Kaufpreis.

Die Ausstattungsliste sollte man trotzdem nüchtern lesen. Vieles klingt im Konfigurator attraktiver, als es später im Alltag Nutzen bringt. Wenn das Budget feststeht, ist die eigentliche Frage deshalb nicht „Was kann man noch dazubuchen?“, sondern „Welche Version passt wirklich zu meinem Fahrprofil?“. Genau dort trennt sich die gute von der teuren Entscheidung, und damit sind wir bei der letzten praktischen Einordnung angekommen.

Für wen der Puma passt und welche Alternativen ich prüfen würde

Ich würde den Puma vor allem Menschen empfehlen, die ein kompaktes SUV mit spürbar eigenem Fahrcharakter suchen. Er passt zu Pendlern, zu Paaren mit gelegentlichem Gepäckbedarf und zu Fahrern, die auch auf der Landstraße Freude am Auto haben wollen. Weniger passend ist er für alle, die vor allem Komfort, ruhiges Abrollen und eine verschiebbare Rückbank priorisieren. Genau dort liegen manche Rivalen vorn.

Modell Stärke gegenüber dem Puma Wann ich ihn eher wählen würde
VW T-Cross Mehr Rückbank-Flexibilität Wenn variable Innenraumgestaltung für dich wichtiger ist als Fahrspaß
Skoda Kamiq Ruhiger und sachlicher Wenn du Komfort und unaufgeregte Bedienung bevorzugst
Peugeot 2008 Stärkerer Fokus auf Stil und Wohlfühlambiente Wenn dir Design und weicheres Auftreten wichtiger sind

Unterm Strich bleibt der Puma für mich die spannendste Wahl, wenn du ein kleines SUV suchst, das nicht langweilig fährt und im Heck trotzdem clever gedacht ist. Wer allerdings mehr Komfort als Charakter will, sollte die Alternativen unbedingt mitprobefahren. Genau diese Ehrlichkeit macht den Unterschied zwischen einem guten Test und einem guten Kauf aus: Der Puma ist stark, aber er ist stark auf seine eigene Art.

Warum der Puma im Alltag stärker wirkt als viele Konkurrenten

Wenn ich den Puma auf eine kurze Formel reduzieren müsste, wäre es diese: Er ist kein Auto für jeden, aber für die richtige Zielgruppe fast schon überraschend gut. Die Mischung aus direkter Lenkung, brauchbarem Platz, cleverem Kofferraum und ordentlicher Effizienz ist in dieser Klasse selten so stimmig. Dazu kommt, dass selbst die aktuelle Preisliste die Baureihe nicht in absurde Regionen schiebt, solange man vernünftig konfiguriert.

Mein praktischer Rat lautet daher: Probefahrten nicht nur auf der glatten Vorführstrecke machen, sondern über Bodenwellen, in der Stadt und auf der Autobahn. Achte auf die Sitzform, das Geräuschniveau unterhalb von 2.000 U/min und darauf, ob du die Kofferraumlösung wirklich nutzt. Wenn du das tust, zeigt der Puma sehr schnell, ob er zu deinem Alltag passt. Für viele Leser wird die Antwort klar positiv ausfallen, für andere ist ein komfortablerer Gegner die ehrlichere Wahl.

Häufig gestellte Fragen

Am vernünftigsten wirkt meist der 125-PS-Mildhybrid mit Schaltgetriebe, weil er mit 27.900 Euro am günstigsten startet. Wer entspannter fahren will, liegt mit dem 155-PS-Mildhybrid mit Automatik oft am besten, weil der Aufpreis noch nachvollziehbar bleibt. Der Puma Gen-E ist mit 36.900 Euro interessant, wenn du zu Hause oder am Arbeitsplatz laden kannst; der ST ist eher die Wahl für Fahrspaß als für Vernunft.
Ford nennt 456 Liter, in der ADAC-Messung bleiben ohne doppelten Boden aber eher 280 Liter übrig. Mit umgeklappter Rückbank sind bis zu 1.110 Liter möglich, in anderen Messverfahren sogar 1.216 Liter. Besonders praktisch ist die 80-Liter-Megabox im Boden, die sich gut für nasse oder schmutzige Ausrüstung eignet.
Der Puma punktet mit direkter Lenkung und einem sehr leichtfüßigen Fahrgefühl, besonders auf kurvigen Straßen. Die 125-PS-Version schafft 0 auf 100 km/h in 9,8 Sekunden und 191 km/h, der 155-PS-Mildhybrid braucht 8,7 Sekunden und läuft bis 200 km/h. Unter rund 1.800 U/min wirkt der Dreizylinder etwas angestrengt, deshalb ist der Puma kein weich abgestimmtes Komfort-SUV.
Der VW T-Cross passt besser, wenn dir eine flexible Rückbank und mehr Variabilität wichtiger sind. Der Skoda Kamiq ist die naheliegendere Wahl für alle, die es ruhiger und sachlicher mögen. Der Peugeot 2008 empfiehlt sich, wenn dir Design und ein weicheres Auftreten wichtiger sind als der sportlich-direkte Charakter des Puma.
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Autor Harro Feldmann
Harro Feldmann
Mein Name ist Harro Feldmann, und ich bringe 12 Jahre Erfahrung in der Welt der SUVs, Offroad- und Outdoor-Abenteuer mit. Meine Leidenschaft für das Fahren abseits der ausgetretenen Pfade begann schon in meiner Jugend, als ich mit meinem ersten Geländewagen die Natur erkundete. Diese Begeisterung hat mich dazu motiviert, tiefer in die Materie einzutauchen und mein Wissen über die besten Fahrzeuge und die aufregendsten Abenteuer zu teilen. Ich schreibe über verschiedene Aspekte des Offroad-Fahrens, von der Auswahl des richtigen Fahrzeugs bis hin zu Tipps für unvergessliche Outdoor-Erlebnisse. Dabei lege ich großen Wert darauf, Informationen klar und verständlich zu präsentieren. Ich recherchiere gründlich, vergleiche verschiedene Quellen und halte mich über aktuelle Trends auf dem Laufenden, um meinen Lesern nützliche und präzise Inhalte zu bieten. Mein Ziel ist es, komplexe Themen zu vereinfachen und die Faszination für das Abenteuer in der Natur zu vermitteln.
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